Niki Lauda war weit mehr als ein dreifacher Formel 1 Weltmeister. Sein Name steht für Mut, Entschlossenheit und unternehmerischen Erfolg. Und er steht für sein Kapperl, das weltweit zu einem einzigartigen Markenzeichen wurde. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam der Moment, als die rote Kappe plötzlich dunkelblau wurde und der Glücksspielkonzern Novomatic als Hauptsponsor auftrat. Doch diese Kooperation war mehr als nur ein Marketing-Deal; sie war das Zusammentreffen zweier österreichischer Giganten, die beide auf ihrem Gebiet Weltruhm erlangt hatten.
Vom Schutz zur weltweiten Wiedererkennung
Die Geschichte des berühmten Kapperls beginnt mit einem der tragischsten Momente der Sportgeschichte. Am 1. August 1976 verunglückte Niki Lauda auf dem Nürburgring schwer. Sein Ferrari ging in Flammen auf, und Lauda erlitt lebensgefährliche Verbrennungen, insbesondere im Gesicht und am Kopf. Nur 42 Tage später saß er beim Großen Preis von Italien wieder im Cockpit – eine Leistung, die bis heute als medizinisches und psychologisches Wunder gilt.
Doch die körperlichen Spuren blieben. Die Verbrennungen hatten Teile seiner Ohren und Haare zerstört. In der ersten Zeit nach dem Unfall dienten Verbände und Mützen vor allem einem pragmatischen Schutz.
Niki Lauda selbst erzählte später oft die Anekdote, wie das Kapperl zu seinem ständigen Begleiter wurde. Die blutigen Verbände verrutschten oft, weshalb er eine Mütze aufsetzte, um sie zu fixieren und gleichzeitig die noch frischen Narben vor neugierigen Blicken und der Sonne zu schützen. Doch Lauda, der schon immer einen ausgeprägten Geschäftssinn besaß, bemerkte schnell ein Muster: Wenn er Interviews gab oder durch das Fahrerlager ging, starrten die Menschen auf seinen Kopf. Die Verletzungen zogen die Blicke magisch an.
Was ursprünglich nur als Sichtschutz diente, entwickelte sich zum profitabelsten Quadratzentimeter Stoff im Motorsport. Über die Jahre wurde das Kapperl zu einem Symbol mit enormer Wiedererkennungskraft, das weit über den Rennsport hinauswirkte. Als Markenbotschafter trug Lauda in den darauffolgenden Jahren bewusst oder unbewusst auch dazu bei, dass die Marke zu einem unverkennbaren Qualitätsmerkmal für die Novoline Spiele im Online Casino wurde.
Novomatic & Lauda: Zwei österreichische Weltmarktführer
Die Partnerschaft, die im Februar 2014 im Rahmen einer Pressekonferenz im Wiener Novomatic-Forum offiziell verkündet wurde, basierte auf gegenseitigem Respekt. Auf der einen Seite stand Niki Lauda, der dreifache Weltmeister und Airline-Unternehmer. Auf der anderen Seite Johann Graf, der Gründer von Novomatic, der aus dem Nichts einen Weltkonzern der Glücksspieltechnologie aufgebaut hatte. Beide Männer galten als „Selfmade-Milliardäre“, beide waren bekannt für ihren unbändigen Willen und ihre Durchsetzungskraft.
Die Verbindung lag also auf der Hand. Novomatic suchte nach einem Markenbotschafter, der globale Bekanntheit genoss und Werte wie Präzision, Technologie und Erfolg verkörpert. Niki Lauda wiederum suchte einen Partner, der bereit war, den Marktwert seiner berühmten Stirn zu honorieren.
In der Branche wurde gemunkelt, dass der Deal Lauda jährlich eine Summe von weit über einer Million Euro einbrachte. Manche Quellen sprechen sogar von bis zu vier Millionen Euro. Damit bestätigte sich erneut der Ruf des Kapperls als teuerste Werbefläche der Welt.
Novomatic im digitalen Zeitalter: Rasantes Wachstum der Marke
Die Kooperation fiel in eine Zeit, in der sich der Glücksspielmarkt stark wandelte. Während Novomatic traditionell für physische Spielautomaten und den Betrieb von Spielbanken bekannt war, gewann der Online-Markt rasant an Bedeutung. Die Popularität der Spiele-Klassiker wie „Book of Ra“ sorgte dafür, dass die Marke auch im Internet gefragt war. Viele Anbieter integrierten die Software des Konzerns, und so entstanden zahlreiche Novoline Online Casinos, die den Spielern das Erlebnis der Spielhalle auf den heimischen Bildschirm brachten.
Niki Lauda war das ideale Aushängeschild für diese Transformation. Er stand für Technik und Fortschritt, Werte, die auch in der Entwicklung von Online-Gaming-Plattformen entscheidend sind. Die Verfügbarkeit der Spiele in Novoline Casinos im Internet öffnete dem Konzern neue Zielgruppen. Lauda, der als Aufsichtsrat bei Mercedes ständig mit modernster Hybrid-Technologie und Datenanalyse in der Formel 1 zu tun hatte, passte perfekt zu einem Konzern, der sich als Technologieführer verstand.
Die Strategie ging auf. Die Marke gewann durch die ständige TV-Präsenz Laudas bei jedem Formel-1-Rennen an enormer Sichtbarkeit. Egal ob in Australien, Japan oder Brasilien – wenn Lauda in die Kamera sprach, war das Logo präsent. Dies stärkte nicht nur das B2B-Geschäft des Konzerns, sondern auch die Wahrnehmung bei den Spielern, die gezielt nach Casinos mit Novoline suchten, da sie das Logo mit einer vertrauenswürdigen, österreichischen Qualität assoziierten.
Laudas bleibendes Erbe
Die Partnerschaft zwischen Niki Lauda und Novomatic dauerte bis zu seinem Tod am 20. Mai 2019. In diesen Jahren wurde die blaue Kappe zu einem festen Bestandteil seiner öffentlichen Wahrnehmung. Die Kooperation gilt heute als Beispiel für authentisches, glaubwürdiges Sponsoring. Lauda stand nur hinter Dingen, die er selbst überzeugend fand. Gerade deshalb glaubten die Menschen seinen Aussagen.
Bei seiner Beisetzung im Wiener Stephansdom lagen sein Fahrerhelm und das Kapperl auf dem Sarg. Ein Symbol für Stärke, Überlebenswillen und klugen Geschäftssinn. Aus einer Schutzmaßnahme wurden ein Markenzeichen, eine Einnahmequelle und schließlich ein Kapitel österreichischer Wirtschaftsgeschichte.
